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die Mobiliar

Die Mobiliar weiterhin erfolgreich auf Wachstumskurs

Für das Geschäftsjahr 2019 weist die Mobiliar mit einem konsolidierten Gewinn von 488.6 Mio. Franken ein hervorragendes Ergebnis aus. Mit einem Anstieg des Prämienvolumens um 3.1% konnte die Gruppe ihre starke Position im Markt weiter festigen.

Die Mobiliar setzte ihren Wachstumskurs im Berichtsjahr fort. Zum anhaltenden Erfolg tragen insbesondere die attraktive Angebotspalette an qualitativ hochwertigen und innovativen Produkten und Dienstleistungen sowie die starke Vertriebsorganisation mit einem flächendeckenden Netz von 79 Generalagenturen bei, die an rund 160 Standorten in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein die kundennahe und persönliche Betreuung sicherstellen.

Gesamtergebnis

Im Geschäftsjahr 2019 erzielte die Mobiliar einen konsolidierten Gewinn von 488.6 Mio. Franken (Vorjahr 443.5 Mio. Franken). Der Gewinnausweis berücksichtigt bereits Aufwendungen in der Höhe von 73.0 Mio. Franken für eine freiwillige patronale Zuweisung an die firmeneigenen Vorsorgeeinrichtungen. Der im Vorjahresvergleich höhere Gewinn ist in erster Linie auf das Finanzgeschäft zurückzuführen und dabei insbesondere auf die gute Entwicklung an den Aktienmärkten. Das versicherungstechnische Ergebnis fiel im Vorjahresvergleich geringfügig tiefer aus. Der leichte Rückgang von 0.8% resultierte hauptsächlich aufgrund der Bildung höherer Zinsverstärkungen im Lebengeschäft.

Eigenkapital und Bilanz

Das konsolidierte Eigenkapital erhöhte sich um 789.5 Mio. Franken auf 5.569 Mia. Franken. Zum Anstieg führten neben dem Gewinn insbesondere die aufgrund der guten Börsenentwicklung im Vorjahresvergleich markant höheren Neubewertungsreserven auf Aktienanlagen, die gemäss Rechnungslegung nach Swiss GAAP FER erfolgsneutral auszuweisen sind. Die Eigenkapitalrendite belief sich auf 9.4% (Vorjahr 9.2%). Bei sämtlichen Versicherungsgesellschaften der Gruppe liegen die anrechenbaren weit über den geforderten Eigenmitteln. Die mit dem Schweizer Solvenztest (SST) ermittelte Risikotragfähigkeit zeigt sowohl für die Einzelgesellschaften als auch für die Gruppe Mobiliar komfortable Überdeckungen auf. Berechnet mit dem von der FINMA genehmigten internen Modell nach SST-Prinzipien beträgt der Solvenzquotient für die Gruppe per 1. Januar 2020 542%.

Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 20.252 Mia. Franken (Vorjahr 18.935 Mia. Franken). 39.4% aller Kapitalanlagen, nämlich 7.303 Mia. Franken (Vorjahr 7.168 Mia. Franken), sind in festverzinslichen Wertschriften angelegt. Diese sind zu Amortized-Cost bewertet. Die Anlagen in Aktien und Fondsanteile stiegen von 3.541 Mia. Franken auf 4.538 Mia. Franken. Die versicherungstechnischen Rückstellungen wurden nach bisheriger Praxis vorsichtig bewertet.

Nicht-Lebengeschäft

2019 baute die Mobiliar ihre starke Position im Nicht-Lebengeschäft mit einem erneuten Marktanteilsgewinn von 0.3 Prozentpunkten auf 19.8% weiter aus. Mit einem im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Marktanteil von 29.6% sicherte die Mobiliar ihre führende Stellung im Bereich der Sachversicherung. Zudem konnte die Mobiliar in allen weiteren Geschäftsfeldern der Schadenversicherungen sowie in den Personenversicherungen weitere Marktanteile dazugewinnen.

Nachdem im Geschäftsjahr 2018 das Prämienvolumen mit 3.070 Mia. Franken erstmals die 3-Millarden-Grenze überstieg, erhöhten sich die Prämieneinnahmen im Berichtsjahr auf 3.188 Mia. Franken (+3.8%). Damit wurde das vom SVV kommunizierte Gesamtmarktwachstum von 1.9% erneut deutlich übertroffen. Wie in den Vorjahren trugen insbesondere die Neugeschäftsabschlüsse zum Anstieg bei. Die Schadenbelastung für eigene Rechnung belief sich auf 59.5% und fiel damit im Vorjahresvergleich um 1.2 Prozentpunkte tiefer aus. Das Verhältnis von Schadenaufwand und Prämien lag auch unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Das technische Ergebnis fiel mit 337.9 Mio. Franken deutlich höher aus als im Vorjahr (314.8 Mio. Franken). Aufgrund des zusätzlichen Investitionsprogramms der Mobiliar zur Beschleunigung der digitalen Transformation stieg der Kostensatz von 27.0% auf 27.7%. Die Combined Ratio verbesserte sich um 0.4 Prozentpunkte auf 88.7%.

Beinahe 60% des Wachstums resultierten aus dem Segment der Geschäftskunden. Den grössten Anteil steuerten dabei die Personenversicherungen bei. Im Kundensegment der Privatpersonen leisteten die Haushalt- und Mobilitätsversicherungen den grössten Wachstumsbeitrag.

Lebengeschäft

In der beruflichen Vorsorge konnte die Mobiliar in einem stark umkämpften Markt ihre bedeutende Stellung im Risiko-Rückversicherungsgeschäft von Vorsorgeeinrichtungen halten. Zudem sicherte die Mobiliar in der privaten Vorsorge ihre Marktführerschaft im Bereich der Risiko-Todesfallversicherungen. Im Einzellebengeschäft konzentriert sich die Mobiliar weiterhin auf das Geschäft mit periodischen Prämien und den Ausbau der Angebotspalette im Sparversicherungsbereich. Während sich in der beruflichen Vorsorge das Volumen der Jahresprämien auf dem Niveau des Vorjahres bewegte, fiel dasjenige im Geschäfts mit Einmalprämien deutlich tiefer aus.

Insgesamt erhöhten sich die Bruttoprämien im Lebengeschäft um 0.3% auf 762.9 Mio. Franken (Vorjahr 760.8 Mio. Franken). In der privaten Vorsorge verzeichnete das Prä­mienvolumen ein Wachstum von 6.3%. Im Geschäft mit wiederkehrenden Einzelprämien wuchs die Mobiliar mit 6.2% erneut deutlich stärker als der Gesamtmarkt (0.3%). Bei den Einzel-Kapitalversicherungen mit periodischen Prämien erreichte die Mobiliar einen Marktanteil am Neugeschäftsvolumen von 12.4%. Ebenfalls ein Wachstum verzeichnete das Geschäft mit Einmalprämien. In der beruflichen Vorsorge konnten die Einnahmen bei den Jahresprämien auf Vorjahresniveau gehalten werden. Deutlich tiefer hingegen fiel das Volumen der Einmalprämien aus, wobei diese Entwicklung auf den strategiekonformen Rückgang bei den Einkäufen von Altersrenten zurückzuführen ist.

Das technische Ergebnis fiel mit -84.6 Mio. Franken (Vorjahr -59.5 Mio. Franken) hauptsächlich aufgrund der Bildung höherer Zinsverstärkungen tiefer aus. In diesem Ergebnis bereits enthalten sind 37.0 Mio. Franken (Vorjahr 30.4 Mio. Franken) Überschussbeteiligungen für die Versicherten. Der Kostensatz für eigene Rechnung verbesserte sich von 16.8% auf 16.1%.

Finanzgeschäft

Das Finanzgeschäft leistete einen Ergebnisbeitrag von 333.6 Mio. Franken (Vorjahr 240.8 Mio. Franken). Die Mobiliar konnte vom guten Umfeld an den Finanzmärkten profitieren. Das markant höhere Ergebnis resultierte hauptsächlich aufgrund gestiegener Erträge aus Zuschreibungen und deutlich tieferer Abschreibungen auf Kapitalanlagen.

Der Ertrag aus Kapitalanlagen erreichte 492.7 Mio. Franken (Vorjahr 495.0 Mio. Franken). Hauptfaktoren für den Anlageerfolg waren der Wertschriftenertrag von 140.9 Mio. Franken (Vorjahr CHF 162.6 Mio. Franken), der Immobilienertrag von 84.3 Mio. Franken (Vorjahr CHF 82.7 Mio. Franken) und Verkaufsgewinne (vorwiegend aus Aktien und Aktienfonds sowie zu einem kleineren Teil aus Obligationen) von 170.1 Mio. Franken (Vorjahr 193.0 Mio. Franken). Der Ertrag aus Zuschreibungen (inklusive Zuschreibungen auf assoziierte Organisationen) belief sich auf 66.7 Mio. Franken (Vorjahr 21.1 Mio. Franken). Der Aufwand aus Kapitalanlagen fiel mit 107.5 Mio. Franken im Vergleich zum Vorjahr (215.7 Mio. Franken) markant tiefer aus. Der Rückgang resultierte hauptsächlich aufgrund tieferer Abschreibungen auf Kapitalanlagen, die sich im Berichtsjahr auf 25.9 Mio. Franken beliefen (Vorjahr 113.3 Mio. Franken). Im Vergleich zum Vorjahr (46.1 Mio. Franken) ebenfalls deutlich zurück gingen mit 22.9 Mio. Franken die Verkaufsverluste. Unter dem Strich resultierte ein positiver Beitrag aus Kapitalanlagen von CHF 385.2 Mio. Franken (Vorjahr 279.3 Mio. Franken). Das Anlagegeschäft erzielte auf durchschnittlich investierten Kapital­anlagen zu Buchwerten von 17.849 Mia. Franken eine Anlagerendite von 1.9% (Vorjahr 1.4%). Die Anlageperformance auf den Kapitalanlagen belief sich auf 6.9% (Vorjahr -0.5%).

Investitionsschwerpunkte

Die Mobiliar setzte ihre Investitionen in Projekte und dabei vorwiegend für die umfassende Erneuerung der IT-Systeme fort. 2019 erreichten diese ein Volumen von rund 160 Mio. Franken. In diesem Betrag enthalten sind 50 Mio. Franken zusätzlich gesprochene Mittel, um die digitale Transformation des Unternehmens zu beschleunigen. Mit dieser Initiative löst die Mobiliar insbesondere Altsysteme rascher ab und modernisiert die Produktpalette und die digitalen Kontaktpunkte zu den Kunden.

Im Rahmen des 2018 gestarteten Grossprojekts zur Erneuerung der Systeme in der Rechtsschutzversicherung werden seit August 2019 alle Rechtsfälle der Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG über die moderne Schadenplattform Mobiliar Claims System abgewickelt. In einem nächsten Schritt werden mit der Lancierung eines neuen Produkts in der Rechtsschutzversicherung sowohl ein neuer Ansatz zur Modellierung der Produkte und Dienstleistungen der Mobiliar als auch modernisierte Kernprozesse eingeführt.

Akquisitionen, Beteiligungen und Partnerschaften

Die Mobiliar fokussiert auf die Erweiterung ihrer Angebote in den Ökosystemen «Mieten, Kaufen, Wohnen» und «Dienstleistungen für KMU». Mit der 2018 erworbenen bexio AG, Anbieterin cloudbasierter Business-Software für Administration, Fakturierung und Buchhaltung für KMU, baut die Mobiliar ihre starke Position im KMU-Markt aus. Zur Stärkung des Ökosystems «Mieten, Kaufen, Wohnen» gründete die Mobiliar 2019 aroov AG und beteiligte sich an GARAIO REM AG, der führenden Anbieterin für Immobilienverwaltungs-Software. Die Mobiliar wird das neue Mieterportal «aroov» zusammen mit GARAIO REM entwickeln. aroov AG wird künftig Mieter vom Zeitpunkt der Bewerbung an durch den ganzen Mietzyklus begleiten und den Immobilienverwaltern eine einfache Kommunikation und eine effiziente Bewirtschaftung während des gesamten Vermietungsprozesse ermöglichen.

Seite Ende 2019 ist die Mobiliar strategische Partnerin und Investorin von Carvolution AG, dem Start-up für Auto-Abonnements in der Schweiz. Zudem konnte die Mobiliar im Berichtsjahr ihre Fachexpertise bei der Entwicklung des neuen Vergleichsdienstes FinanceScout24 einbringen. Die Mobiliar hält seit 2016 am Mutterhaus Scout24 Schweiz AG eine 50%-Beteiligung. Die Vertriebspartnerschaft mit der Schweizerischen Post für die Vermittlung von Nichtleben-Versicherungen für Privatkunden verläuft weiterhin sehr erfolgreich. Inzwischen wurde die Ansprache auf den KMU-Bereich sowie Privatpersonen mit einem Bedarf nach Vorsorgelösung ausgebaut.

Mobiliar beteiligt ihre Kunden wiederum am Unternehmenserfolg

Von Juli 2019 bis Juni 2020 profitieren alle Kunden der Mobiliar mit einer Haushalt- und Gebäudeversicherung von einer Prämienreduktion von 20%. Insgesamt fliessen auf diese Weise rund CHF 160 Mio. an die Versicherten zurück. Ab Mitte 2020 werden mit einem Gesamtbetrag von CHF 175 Mio. für die Dauer eines Jahres die Prämienrechnungen der Fahrzeug- oder Betriebsversicherung um 10% und neu erstmals auch diejenigen der Reiseversicherung um 20% vergünstigt. In den letzten zehn Jahren liess die Mobiliar ihren Versicherten im Nicht-Lebengeschäft bereits mehr als 1.5 Mia. Franken aus dem Überschuss­fonds zukommen.

Schutz vor Naturgefahren

Seit 2006 unterstützt die Mobiliar Forschungsprojekte und fördert Präventionsmassnahmen zum Schutz vor Naturgefahren in der ganzen Schweiz. Inzwischen wurden insgesamt 141 Präventionsprojekte mitfinanziert und dafür mehr als 37 Mio. Franken bereitgestellt. 2019 wurde ein Betrag von 1.6 Mio. Franken für 11 neue Projekte gesprochen.

Engagements für die Allgemeinheit

Die genossenschaftliche Tradition verpflichtet die Mobiliar seit ihrer Gründung 1826 zu verantwortungsbewusstem und nachhaltigem Handeln. Als unabhängiges und finanzstarkes Unternehmen kann die Mobiliar im Rahmen ihrer unternehmerischen und gesellschaftlichen Verantwortung eigene Wege gehen und verschieden Formen des Engagements im Sinne des genossenschaftlichen Grundgedankens ermöglichen. Wie die Mobiliar ihre Verantwortung wahrnimmt, erläutert der erneut erstellte Nachhaltigkeitsbericht, der einen integralen Bestandteil des Geschäftsberichts 2019 bildet und in Übereinstimmung mit den GRI-Standards Option «Kern» erstellt wurde.

Weiterführende Informationen unter mobiliar.ch/geschaeftsbericht

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Die Gruppe Mobiliar

Jeder dritte Haushalt in der Schweiz ist bei der Mobiliar versichert. Der Allbranchen­versicherer weist per 31. Dezember 2018 ein Prämienvolumen von 3.831 Mia. Franken auf. 79 Unternehmer-Generalagenturen mit eigenem Schadendienst garantieren an rund 160 Standorten Nähe zu den mehr als zwei Millionen Kunden. Die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG ist in Bern, die Schweizerische Mobiliar Lebensversiche­rungs-Gesellschaft AG in Nyon domiziliert. Zur Gruppe gehören ferner die Schweizerische Mobiliar Asset Management AG, die Schweizerische Mobiliar Services AG, die Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG, die Protekta Risiko-Beratungs-AG, die Mobi24 Call-Service-Center AG und die XpertCenter AG, alle mit Sitz in Bern sowie Trianon AG mit Sitz in Renens, SC, SwissCaution SA mit Sitz in Bussigny und bexio AG mit Sitz in Rapperswil.

Die Mobiliar beschäftigt in den Heimmärkten Schweiz und Fürstentum Liechtenstein über 5500 Mitarbeitende und bietet 345 Ausbildungsplätze an. Sie ist die älteste private Versicherungsgesellschaft des Landes und seit ihrer Gründung 1826 genossenschaftlich verankert.