Die Mobiliar wächst weiterhin stärker als der Markt

Dienstag, 10. April 2018

Die Gruppe Mobiliar weist für das Geschäftsjahr 2017 mit einem konsolidierten Gewinn von 440.5 Mio. Franken erneut ein ausgezeichnetes Ergebnis aus. Mit einem Prämienwachstum von insgesamt 4.0% konnte die Mobiliar ihre starke Stellung im Markt weiter ausbauen.

Die Mobiliar setzte im Geschäftsjahr 2017 ihren Wachstumskurs ungebremst fort und übertraf dabei das durchschnittliche Marktwachstum einmal mehr sehr deutlich. Die wichtigsten Grundpfeiler für den anhaltenden Erfolg sind nach wie vor die gute Positionierung im Markt und die starke Vertriebsorganisation mit einem flächendeckenden Netz von 79 Generalagenturen, die an über 160 Standorten die kundennahe und persönliche Betreuung sicherstellen.

Gesamtergebnis

Mit einem konsolidierten Gewinn von 440.5 Mio. Franken (Vorjahr 439.5 Mio. Franken) konnte die Mobiliar das Ergebnis auf hohem Niveau halten. Das versicherungstechnische Ergebnis ging hauptsächlich aufgrund der höheren Schadenbelastung im Nicht-Lebengeschäft von 187.8 Mio. Franken auf 145.2 Mio. Franken zurück. Das finanzielle Ergebnis fiel trotz des guten Marktumfelds mit 336.6 Mio. Franken (Vorjahr 373.5 Mio. Franken) tiefer aus. Die hohen Aktienkurse schlugen sich grösstenteils in den Neubewertungsreserven nieder, die nicht ergebnisrelevant sind.

Eigenkapital und Bilanz

Das konsolidierte Eigenkapital erhöhte sich um 497.2 Mio. Franken auf 4.835 Mia. Franken. Die Eigenkapitalrendite beläuft sich wie im Vorjahr auf 9.6%. Bei sämtlichen Versicherungsgesellschaften der Gruppe liegen die anrechenbaren weit über den geforderten Eigenmitteln. Die mit dem Schweizer Solvenztest (SST) ermittelte Risikotragfähigkeit zeigt sowohl für die Einzelgesellschaften als auch für die Gruppe Mobiliar komfortable Überdeckungen auf. Berechnet mit dem von der FINMA genehmigten internen Modell nach SST-Prinzipien beträgt der Solvenzquotient für die Gruppe 400%.

Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 18.896 Mia. Franken (Vorjahr 17.944 Mia. Franken). Über 40% aller Kapitalanlagen, nämlich 7.293 Mia. Franken (Vorjahr 7.467 Mia. Franken), sind in festverzinslichen Wertschriften angelegt. Diese sind zu Amortized-Cost bewertet. Die Anlagen in Aktien und Fondsanteile stiegen um 11.3% auf 3.768 Mia. Franken (Vorjahr 3.385 Mia. Franken). Die versicherungstechnischen Rückstellungen wurden nach bisheriger Praxis vorsichtig bewertet.

Nicht-Lebengeschäft

Die Mobiliar konnte ihre starke Position im Nicht-Lebengeschäft der Schweiz mit einem erneuten Marktanteilsgewinn von 0.6 Prozentpunkte auf 19.1% ausbauen und ihre führende Stellung in der Sachversicherung mit einem Anteil von 29.6% (Vorjahr 29.3%) weiter festigen.

Die Bruttoprämien verzeichneten eine Steigerung von 4.8% auf 2.961 Mia. Franken (Vorjahr 2.827 Mia. Franken). Damit wurde das durchschnittliche Marktwachstum von 0.9% einmal mehr deutlich übertroffen. Das Wachstum resultierte zu einem Drittel aus dem Mietkautionsgeschäft der im Oktober 2016 erworbenen SC, SwissCaution SA. Aber auch ohne Berücksichtigung dieser Akquisition erreichte die Mobiliar mit 3.3% ein über dem Vorjahr (3.1%) liegendes Wachstum. Zu diesem Ergebnis trugen insbesondere im Vergleich zum Vorjahr nochmals höhere Neugeschäftsabschlüsse bei. Die Austritte entwickelten sich im Gleichschritt zur Prämienentwicklung. Die Schadenbelastung stieg insbesondere aufgrund einer überdurchschnittlichen Elementarschadenbelastung im dritten Quartal 2017 von 61.7% auf 63.2% an. Das Verhältnis von Schadenaufwand zu Prämien lag in etwa im Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Das technische Ergebnis ging von 295.0 Mio. Franken auf 257.9 Mio. Franken zurück. Der Kostensatz erhöhte sich auf 26.3% (Vorjahr 25.8%). Die Combined Ratio stieg um 1.9 Prozentpunkte auf 90.8%.

Etwas mehr als die Hälfte des organischen Wachstums im Nicht-Lebengeschäft steuerten die Produkte des Kundensegments Privatpersonen und dabei insbesondere die Mobilitätsversicherungen bei. Den grössten Anteil zum Prämienanstieg im Geschäftskundensegment leisteten die Personenversicherungen und Betriebsversicherungen für KMU.

Lebengeschäft

In der beruflichen Vorsorge konnte die Mobiliar in einem weiterhin hart umkämpften Markt ihre starke Position im Risiko-Rückversicherungsgeschäft von Vorsorgeeinrichtungen halten. Die führende Stellung im Bereich der Risiko-Todesfallversicherungen konnte mit einem Marktanteil von über 24% ebenfalls gesichert werden. In der privaten Vorsorge konzentriert sich die Mobiliar weiterhin auf ihr Angebot an Risikoversicherungen und den weiteren Ausbau der Sparversicherungen mit wiederkehrenden Prämien. Während in der beruflichen Vorsorge im Vergleich zum Vorjahr das Volumen der Jahresprämien erneut tiefer ausfiel, stieg dasjenige der Einmalprämien an.

Die Bruttoprämien erhöhten sich um 1.3% auf 813.3 Mio. Franken (Vorjahr 802.8 Mio. Franken). Das Wachstum resultierte sowohl aus dem Geschäft der privaten Vorsorge mit wiederkehrenden Prämien als auch der beruflichen Vorsorge mit Einmalprämien, hauptsächlich aufgrund der Übernahme von Portefeuilles von Invalidenrenten. In der privaten Vorsorge verzeichnete das Prämienvolumen eine Steigerung von insgesamt 2.7%. Im Geschäft mit wiederkehrenden Einzelprämien konnte mit einem Wachstum von 4.7% das durchschnittliche Marktwachstum von –0.1% deutlich übertroffen werden. Das Geschäft mit Einmalprämien entwickelte sich aufgrund des anhaltend tiefen Zinsumfelds weiterhin stark rückläufig. In der beruflichen Vorsorge ging das Volumen der Jahresprämien weiter zurück. Der Rückgang ist insbesondere auf eine tiefere Durchschnittsprämie pro Versicherten zurückzuführen.

Das technische Ergebnis fiel mit –112.7 Mio. Franken (Vorjahr –107.2 Mio. Franken) tiefer aus. Das technische Ergebnis beinhaltet bereits Überschussbeteiligungen für die Versicherten in Höhe von 35.4 Mio. Franken (Vorjahr 43.7 Mio. Franken). Der Kostensatz für eigene Rechnung stieg von 15.5% leicht an auf 15.7%.

Finanzgeschäft

Das Anlagegeschäft weist einen Ergebnisbeitrag von 336.6 Mio. Franken aus (Vorjahr 373.5 Mio. Franken). Dass das finanzielle Ergebnis trotz des guten Marktumfelds und der höheren Börsenkurse tiefer ausfiel, begründete sich darin, dass sich die hohen Aktienkurse grösstenteils in den Neubewertungsreserven im Eigenkapital und nur zu einem kleinen Teil in den ergebnisrelevanten Zuschreibungen auswirkten.

Der Ertrag aus Kapitalanlagen erreichte 479.4 Mio. Franken (Vorjahr 503.4 Mio. Franken). Hauptfaktoren für den Anlageerfolg waren der Wertschriftenertrag von 149.0 Mio. Franken (Vorjahr CHF 192.8 Mio. Franken), der Immobilienertrag von 83.4 Mio. Franken (Vorjahr CHF 82.6 Mio. Franken) und Verkaufsgewinne (vorwiegend aus Aktien und Aktienfonds sowie aus Obligationen) von 164.6 Mio. Franken (Vorjahr 133.2 Mio. Franken). Der Ertrag aus Zuschreibungen (inklusive Zuschreibungen auf assoziierte Organisationen) belief sich auf 49.6 Mio. Franken (Vorjahr 65.5 Mio. Franken). Der Aufwand aus Kapitalanlagen fiel mit 103.6 Mio. Franken gegenüber Vorjahr (106.2 Mio. Franken) leicht tiefer aus. Die Aufwände aus dem übrigen Erfolg stiegen auf 39.1 Mio. Franken (Vorjahr 23.8 Mio. Franken) an. Im Vorjahresvergleich gingen die Abschreibungen von 30.2 Mio. Franken auf 25.0 Mio. Franken und die Verkaufsverluste von 36.5 Mio. Franken auf 22.9 Mio. Franken zurück. Hingegen stieg der Aufwand für die Kapitalverwaltung – hauptsächlich aufgrund des Ausbaus des Hypothekarportfolios – von 19.9 Mio. Franken im Vorjahr auf 26.0 Mio. Franken an. Das Finanzgeschäft erzielte auf durchschnittlich investierten Kapitalanlagen zu Buchwerten von 16.681 Mia. Franken eine Anlagerendite von 2.0% (Vorjahr 2.3%). Die Performance zu Marktwerten belief sich auf 3.6% (Vorjahr 2.2%).

Investitionsschwerpunkte

Die Mobiliar investiert seit Jahren beträchtlich in Projekte. 2017 erreichten die Investitionen über alle Bereiche des Unternehmens ein Volumen von 123 Mio. Franken. Der Schwerpunkt lag in einer umfassenden Erneuerung der IT-Systeme. Im Frühling konnte die Mobiliar mit der Einführung des Mobiliar Claims System (MCS) ein Generationenprojekt erfolgreich abschliessen und die Schadenbearbeitung in den Branchen Sach, Haft und Mobilität in eine neue Ära führen. Daneben wurden auch erhebliche Mittel für die Digitalisierung von Kundenprozessen eingesetzt, wie beispielsweise der Einführung des digitalen Versicherungsabschlusses. Die im Vorjahr getätigten Investitionen in digitale Unternehmen – die Übernahme von Trianon, Treconta und SwissCaution SA sowie die Beteiligung an Scout24 Schweiz – verzeichneten 2017 eine erfreuliche Entwicklung.

Neue Produkte und Versicherungslösungen

Der Absatz des im Vorjahr neu lancierten Versicherungsprodukts zur Deckung von Erdbebenschäden für Privatpersonen und KMU-Betriebe verlief sehr erfolgreich. Den Nerv der Zeit traf die Mobiliar mit der Einführung der Cyber-Schutz Versicherungen für Privat­personen im letzten Frühling und für Geschäftskunden im Herbst. In der beruflichen Vorsorge stellt die Mobiliar ihren KMU-Kunden seit Anfang 2017 mit der «Gemeinschafts­kasse BVG Mobiliar» eine neue, transparente Vorsorgelösung zur Verfügung. Im Novem­ber wurden in der privaten Vorsorge mit der wandelbaren Sparversicherung und dem Auszahlungsplan zwei neue Sparprodukte lanciert. Dabei hatte die wandelbare Sparversicherung, die seit dem 1. Januar 2018 alle bisherigen Angebote an Sparversicherungen mit periodischen Prämien ersetzt, einen sehr erfolgsversprechenden Start. Während die wandelbare Sparversicherung dazu dient, künftige Lebenssituationen abzusichern, garantiert die Mobiliar ihren Kunden mit dem Auszahlungsplan während eines bestimmten Zeitraums ein regelmässiges Zusatzeinkommen in Form von monatlichen Auszahlungen.

Mobiliar beteiligt ihre Kunden wiederum am Unternehmenserfolg

Von Juli 2017 bis Juni 2018 profitieren alle Kunden der Mobiliar mit einer Haushalt- und Gebäudeversicherung von einer Prämienreduktion von 20%. Mit einem Gesamtbetrag von 160 Mio. Franken werden ab Mitte 2018 für die Dauer eines Jahres die Prämienrechnungen der Fahrzeugversicherungen und Betriebsversicherung für KMU um 10% vergünstigt. In den letzten zehn Jahren liess die Mobiliar ihren Versicherten im Nicht-Lebengeschäft mehr als 1.3 Mia. Franken aus dem Überschussfonds zukommen.

Schutz vor Naturgefahren

Bereits seit 2006 unterstützt die Mobiliar Forschungsprojekte und fördert Präventionsmassnahmen zum Schutz vor Naturgefahren in der ganzen Schweiz. Im April 2017 konnte die Mobiliar mit ihrer Beteiligung am 100. Präventionsprojekt im bernischen Toffen ein Jubiläum feiern. Inzwischen hat die Mobiliar bereits 116 Präventionsprojekte mitfinanziert und dafür mehr als 34 Mio. Franken bereitgestellt. Dass diese Projekte ihre Wirkung nicht verfehlen, zeigte sich 2017 beispielsweise in der Gemeinde Vordemwald bei Zofingen, in der nach den Unwetterschäden im Mai 2013 eine Oberflächenwassererfassung errichtet wurde. Dank dieses Baus registrierte die Gemeinde trotz des massiven Unwetters im letzten Sommer deutlich weniger Schadenfälle.

Weitere Engagements für die Allgemeinheit

Die genossenschaftliche Tradition verpflichtet die Mobiliar seit ihrer Gründung 1826 zu verantwortungsbewusstem und nachhaltigem Handeln. Als unabhängiges und finanzstarkes Unternehmen kann die Mobiliar im Rahmen ihrer unternehmerischen und gesellschaftlichen Verantwortung eigene Wege gehen und verschiedenste Engagements im Sinne des genossenschaftlichen Grundgedankens ermöglichen. Wie die Mobiliar ihre Verantwortung wahrnimmt, erläutert der für das Geschäftsjahr 2017 erneut ausführlich erstellte Nachhaltigkeitsbericht. Dieser bildet einen integralen Bestandteil des Geschäftsberichts und entspricht den Leitlinien der Global Reporting Initiative GRI für die «G4-Kern-Option».

Weiterführende Informationen finden Sie unter mobiliar.ch/geschaeftsbericht

Die Gruppe Mobiliar

Jeder dritte Haushalt in der Schweiz ist bei der Mobiliar versichert. Der Allbranchenversicherer weist per 31. Dezember 2017 ein Prämienvolumen von 3.775 Mia. Franken auf. 79 Unternehmer-Generalagenturen mit eigenem Schadendienst garantieren an rund 160 Standorten Nähe zu den inzwischen mehr als 2 Mio. Kundinnen und Kunden. Die Schweizerische Mobiliar Versicherungs­gesellschaft AG ist in Bern, die Schweizerische Mobiliar Lebensversicherungs-Gesellschaft AG in Nyon domiziliert. Zur Gruppe gehören ferner die Schweizerische Mobiliar Asset Management AG, die Schweizerische Mobiliar Services AG, die Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG, die Protekta Risiko-Beratungs-AG, die Mobi24 Call-Service-Center AG und die XpertCenter AG, alle mit Sitz in Bern sowie Trianon AG mit Sitz in Renens, SC, SwissCaution SA mit Sitz in Bussigny und bexio AG mit Sitz in Rapperswil.

Die Mobiliar beschäftigt in den Heimmärkten Schweiz und Fürstentum Liechtenstein über 5000 Mitarbeitende und bietet 342 Ausbildungsplätze an. Sie ist die älteste private Versicherungsgesellschaft des Landes und seit ihrer Gründung 1826 genossenschaftlich verankert.