Die Mobiliar setzt Wachstum im ersten Semester 2015 fort

Donnerstag, 17. September 2015

Die genossenschaftlich verankerte Gruppe Mobiliar konnte ihren Wachstumskurs mit einer Steigerung des Prämienvolumens um 2.3% im ersten Halbjahr 2015 strategiekonform fortsetzen. Das Nicht-Lebengeschäft übertraf das durchschnittliche Marktwachstum einmal mehr deutlich. Eine markante Steigerung verzeichneten die periodischen Prämien in der privaten Vorsorge; insbesondere die Entwicklung in der beruflichen Vorsorge führte jedoch zu einem rückläufigen Prämienvolumen im Lebengeschäft. Die Turbulenzen an den Finanzmärkten wirkten sich negativ auf das Anlageergebnis aus.

Die Gruppe Mobiliar weist für das erste Halbjahr einen konsolidierten Gewinn in Höhe von 187.2 Mio. Franken (Vorjahr 263.7 Mio. Franken) aus. Das Ergebnis nach Steuern im Nicht-Lebengeschäft beträgt 171.6 Mio. Franken (Vorjahr 243.4 Mio. Franken) und dasjenige im Lebengeschäft 15.6 Mio. Franken (Vorjahr 20.3 Mio. Franken). Aus dem Finanzgeschäft resultierte ein Beitrag von insgesamt 128.8 Mio. Franken (Vorjahr 237.4 Mio. Franken) zum Halbjahresergebnis. Die Anlagerendite beträgt 0.8% (Vorjahr 1.6%).

Per Ende Juni 2015 beläuft sich das Prämienvolumen der Gruppe Mobiliar auf 2.412 Mia. Franken. Davon stammen 1.880 Mia. Franken aus dem Nicht-Lebengeschäft und 532.2 Mio. Franken aus dem Lebengeschäft.

Das konsolidierte Eigenkapital hat sich im Vergleich zu Ende 2014 um 50.8 Mio. Franken auf 4.504 Mia. Franken vermindert. Während sich das Semesterergebnis positiv auf das Eigenkapital auswirkte, trugen zum Rückgang vor allem eine Zuweisung von 200 Mio. Franken an den Überschussfonds der Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG und um 26 Mio. Franken tiefere Neubewertungsreserven bei. Das gute Halbjahresergebnis hat die Solvenz der Gruppe weiter gestärkt. Die Solvenz I beträgt 632% (626% per 31. Dezember 2014). Berechnet nach SST (Solvenz II) erreicht die Mobiliar über 300%.

Die Mobiliar teilt Erfolg mit Kundinnen und Kunden

«Ich freue mich, dass es uns auch in einem zunehmend verschärften wirtschaftlichen Umfeld gelungen ist, unseren Wachstumskurs weiter fortzuführen», sagt CEO Markus Hongler. «Mit Auszahlungen aus dem Überschussfonds beteiligen wir unsere Kundinnen und Kunden auch dieses Jahr wiederum am wirtschaftlichen Erfolg. Zurzeit vergünstigen wir die Prämienrechnungen der MobiCasa Haushalt- und Gebäudeversicherungen um 20%. Auf diese Weise fliessen insgesamt 144 Mio. Franken an unsere Versicherten zurück.» 

Nicht-Lebengeschäft – weiterhin hohes Wachstum bei den Prämieneinnahmen

Das Nicht-Lebengeschäft erzielte eine Prämiensteigerung von 4.0%. Die Wachstumsrate fiel im Vergleich zu den sehr starken Vorjahresperioden erwartungsgemäss leicht tiefer aus. Das durchschnittliche Marktwachstum – gemäss SVV 1.4% – konnte die Mobiliar einmal mehr deutlich übertreffen. Den Hauptanteil zum weiteren Ausbau des Prämienvolumens leistete die gute Neugeschäftsproduktion.

Im Geschäft mit Privatpersonen trugen alle Geschäftsfelder – und dabei insbesondere die Mobilitäts-, Haushalts- und Rechtsschutzversicherungen – zur Steigerung bei. Der Prämienzuwachs im Geschäft mit Unternehmenskunden wurde mit den Betriebsversicherungen für KMU und den Personenversicherungen erzielt. Auch das Geschäftsfeld der mittleren und grösseren Unternehmen wies im ersten Halbjahr 2015 eine gute Entwicklung auf.

Der Kostensatz fiel mit 24.9% im Vergleich zur Vorjahresperiode um 1.3 Prozentpunkte tiefer aus. Die Combined Ratio verbesserte sich um 0.4 Prozentpunkte auf 89.3%. Aufgrund der besseren Combined Ratio und des gesteigerten Geschäftsvolumens erhöhte sich das technische Ergebnis gegenüber Vorjahr.

Lebengeschäft – markantes Wachstum der Jahresprämien in der privaten Vorsorge

In der privaten Vorsorge verzeichnete das Spargeschäft mit periodischen Prämien eine strategiekonforme Entwicklung. Die Steigerung von 4.4% beim Prämienvolumen lag deutlich über dem durchschnittlichen Marktwachstum von 0.8%. Hingegen war das Volumen der Einmalprämien in Anbetracht des anhaltend tiefen Zinsumfelds stark rückläufig. Auch die führende Stellung im Markt des reinen Risiko-Lebensgeschäfts für Private konnte gehalten werden, was in erster Linie auf höhere Verkaufszahlen bei den Erwerbsunfähigkeitsversicherungen zurückzuführen war.

Das gesamte Prämienvolumen im Lebengeschäft fiel mit -3.3% tiefer aus als der vergleichbare Marktdurchschnitt von 1.5% (ohne Kollektiv-Einmaleinlagen). Der Rückgang resultierte vor allem aufgrund geringerer Prämieneinnahmen in der beruflichen Vorsorge, in welcher einerseits das Volumen der periodischen Prämien in einem schrumpfenden Markt weiter zurückging und andererseits im Geschäft mit Einmalprämien ein markanter Rückgang bei den Einkäufen von Altersrenten zu verzeichnen war. Nicht tätig ist die Mobiliar im Bereich der Vollversicherungslösungen.

Die Mobiliar legt ihren strategischen Fokus weiterhin auf das Geschäft mit wiederkehrenden Prämien und neue Angebote im Bereich der Sparprodukte. Im Mai 2015 wurde die neue Sparversicherung mit transparenter Erfolgsbeteiligung am Markt eingeführt. Dieses Produkt ermöglicht den Kunden, sich direkt an den erwirtschafteten Kapitalerträgen des Einzellebengeschäfts zu beteiligen. Der Zinssatz des Sparteils wird aufgrund eines transparenten Beteiligungsmechanismus am Anlageertrag festgesetzt. Die Kunden profitieren ab Vertragsbeginn von einem garantierten Kapital und hohen Rückkaufwerten. Zusätzlich übernimmt die Mobiliar das Risiko für allfällige negative Anlageergebnisse, profitiert jedoch ihrerseits davon, dass der Kapitalbedarf für dieses Produkt geringer ausfällt als für bisherige klassische Sparprodukte mit Garantien. Die bis anhin erzielten Verkaufszahlen sind vielversprechend.

Während die Leistungen für Todesfälle im Segment Privatpersonen im Vorjahresvergleich deutlich zurückgingen, stiegen sie in der beruflichen Vorsorge weiter an. Die Aufwendungen für Invalidität in der privaten Vorsorge sanken erneut. Hingegen blieb die Belastung für neue Invaliditätsfälle in der beruflichen Vorsorge hoch. Dennoch verbesserte sich das technische Ergebnis um 7.9 Mio. Franken aufgrund einer geringeren Belastung von inzwischen abgeschlossenen Erwerbsunfähigkeitsfällen ohne grössere Kostenfolge sowie tieferer Zinsverstärkungen. Die Kosten entwickelten sich leicht rückläufig.

Anlageergebnis – Schwankungen an den Börsen hinterlassen Spuren

Die Aufhebung des Euromindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank, die massiven Eingriffe der Notenbanken an den Kapitalmärkten, die Griechenlandkrise und weitere geopolitische Ereignisse prägten die Entwicklung an den Finanzmärkten. Dieser konnte sich auch die an der hohen Risikofähigkeit ausgerichtete Anlagestrategie der Mobiliar mit bedeutenden Sachwertanteilen nicht entziehen. Kurzfristige Wertschwankungen der Börsen haben keinen Einfluss auf die Anlagestrategie, welche sich an langfristiger Wertgenerierung orientiert. Die beste Performance im ersten Semester 2015 wurde mit Wandelanleihen, Anlageliegenschaften, Private Equity und Hypotheken erzielt. Das Finanzgeschäft leistete einen Beitrag von 128.8 Mio. Franken (Vorjahr 237.4 Mio. Franken) zum Halbjahresergebnis. Das Fremdwährungsrisiko bei den Obligationen war strategiekonform abgesichert. Das im Vergleich zum Vorjahr tiefere Anlageergebnis ist – nebst dem aufgrund der Veräusserung der Beteiligung an Nationale Suisse im letzten Jahr tiefer ausfallenden Ertrag aus nicht konsolidierten Beteiligungen – je zu einem Drittel auf Kurs- sowie Währungsverluste bei Aktien und Fondsanteilen und zu einem Drittel auf Wertrückgänge beim Gold zurückzuführen.

Weiterführende Informationen finden Sie unter www.mobiliar.ch/geschäftsbericht