Die Mobiliar setzt ihren nachhaltigen Wachstumskurs im ersten Semester 2018 fort

Donnerstag, 13. September 2018

Die Mobiliar ist auf ihrem Wachstumspfad weiterhin erfolgreich unterwegs. Um die Digitalisierung zu beschleunigen und das Übermarktwachstum auch in den kommenden Jahren sichern zu können, investiert die Mobiliar zusätzliche 250 Mio. Franken. Das Prämienvolumen konnte im ersten Semester um 1.4% erhöht werden. Im Nicht-Lebengeschäft wurde mit 4.6% auf vergleichbarer Basis der Prämienanstieg des Vorjahres sogar übertroffen. Das Wachstum lag auch in diesem Semester erneut deutlich über demjenigen des Versicherungsmarkts. Im Lebengeschäft verzeichnete das Prämienvolumen in der privaten Vorsorge eine erfreuliche Entwicklung. In der beruflichen Vorsorge hingegen fielen die Prämieneinnahmen im Vorjahresvergleich deutlich tiefer aus.

Die Gruppe Mobiliar weist für das erste Halbjahr einen konsolidierten Gewinn von 264.7 Mio. Franken (Vorjahr 258.3 Mio. Franken) aus. Das Ergebnis nach Steuern im Nicht-Lebengeschäft beläuft sich auf 242.1 Mio. Franken (Vorjahr 233.6 Mio. Franken) und dasjenige im Lebengeschäft auf 22.7 Mio. Franken (Vorjahr 24.7 Mio. Franken). Aus dem Finanzgeschäft resultiert ein Beitrag von insgesamt 200.6 Mio. Franken (Vorjahr 217.3 Mio. Franken) zum Halbjahresergebnis. Die Anlagerendite beträgt 1.2% (Vorjahr 1.3%).

Per Ende Juni 2018 beläuft sich das Prämienvolumen der Gruppe Mobiliar auf 2.648 Mia. Franken. Davon stammen 2.162 Mia. Franken aus dem Nicht-Lebengeschäft und 485.7 Mio. Franken aus dem Lebengeschäft.

Das konsolidierte Eigenkapital hat sich im Vergleich zu Ende 2017 um 45.1 Mio. auf 4.790 Mia. Franken vermindert. Während sich das Semesterergebnis positiv auf das Eigenkapital auswirkte, führten die Gewinnverwendung – insbesondere die Zuweisung von 190 Mio. Franken an den Überschussfonds der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG für die zukünftige Ausrichtung von freiwilligen Prämienvergünstigungen an die Versicherten – und die Abnahme der Neubewertungsreserven zu diesem Nettorückgang.

Die Mobiliar beteiligt Kundinnen und Kunden für ihre Treue am Erfolg

«Ich freue mich, dass wir im ersten Halbjahr 2018 unser profitables Übermarktwachstum fortsetzen konnten», sagt CEO Markus Hongler. «Wir leben unsere genossenschaftlichen Grundwerte und belohnen unsere Versicherten einmal mehr für ihre Treue und ihr Vertrauen zur Mobiliar. Seit Mitte 2018 profitieren Autofahrer und KMU, indem wir die Prämienrechnungen der Fahrzeug- und der Betriebsversicherungen für die Dauer eines Jahres um 10% vergünstigen. Rund 160 Mio. Franken fliessen auf diese Weise an unsere Kundinnen und Kunden zurück.»

Nicht-Lebengeschäft – Vorjahreswachstum nochmals übertroffen

Die Prämienentwicklung im ersten Semester 2018 im Nicht-Lebengeschäft bestätigt mit einer Steigerung von 4.6% (vergleichbarer Vorjahreswert 4.2%) auf 2.162 Mia. Franken eindrücklich, dass die Mobiliar ihre starke Position im Versicherungsmarkt weiter gefestigt hat. Dabei wurde das durchschnittliche Marktwachstum von 1.6% einmal mehr deutlich übertroffen. Den grössten Wachstumstreiber bildeten wie im Vorjahr die Neugeschäftsabschlüsse. Im Vorjahr wies die Mobiliar für die ersten sechs Monate ein Wachstum von insgesamt 6.3% aus. Dieses beinhaltete jedoch zu einem Drittel das erstmals in den Zahlen enthaltene Mietkautionsgeschäft der im Herbst 2016 übernommenen SC, SwissCaution SA.

Alle strategischen Geschäftsfelder leisteten einen Beitrag zur Prämiensteigerung. Im Segment Privatpersonen fiel insbesondere die Wachstumsrate bei den Haushaltversicherungen im Vorjahresvergleich höher aus. Die Rechtsschutz- und Mietkautionsversicherungen entwickelten sich in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Das Wachstum bei den Motorfahrzeugversicherungen verlangsamte sich, was auf den starken Wettbewerbsdruck im Geschäftsfeld Mobilität zurückzuführen ist. Im Geschäft mit Unternehmenskunden entfiel erneut ein substanzieller Wachstumsanteil auf die Personenversicherungen. Eine Aufwärtsentwicklung verzeichnete das Geschäft mit mittleren und grösseren Unternehmen. Das Wachstum der Betriebsversicherungen für KMU lag in einem hart umkämpften Wettbewerbsumfeld weiterhin deutlich über dem Markt und nur leicht unter dem Wert des Vorjahres.

Der Kostensatz stieg aufgrund höherer Verwaltungskosten von 24.8% auf 25.7% an. Die Combined Ratio erhöhte sich leicht von 89.7% auf 89.9%. Das technische Ergebnis fiel im Vorjahresvergleich leicht höher aus.

Lebengeschäft – hohes Wachstum in der privaten Vorsorge

Das Prämienvolumen im Lebengeschäft ging aufgrund der Entwicklung in der beruflichen Vorsorge im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 10.7% zurück auf 485.7 Mio. Franken.

In der privaten Vorsorge resultierte ein starkes Wachstum von 10.4%. Der Anstieg wurde insbesondere mit den zwei im Herbst 2017 eingeführten neuen Vorsorgeprodukten erzielt. Mit der «wandelbaren Sparversicherung» steht den Versicherten nicht nur bei Abschluss, sondern auch während der Vertragslaufzeit die Möglichkeit einer flexiblen Wahl zwischen Garantie und Fondsanteilen zur Verfügung. Mit dem «Auszahlungsplan» bietet die Mobiliar eine Vorsorgelösung ohne biometrische Deckung und ohne ärztliche Untersuchung zur finanziellen Absicherung im Alter an. Im Geschäft mit Jahresprämien wurde im ersten Semester eine Steigerung von 4.3% erzielt und damit das Marktwachstum von -0.2% deutlich übertroffen. Das Prämienvolumen der Risikoversicherungen konnte insgesamt knapp auf dem Vorjahresniveau gehalten werden.

In der beruflichen Vorsorge fiel das Geschäft mit Jahresprämien erwartungsgemäss tiefer aus. Die rückläufige Entwicklung begründet sich insbesondere darin, dass zurzeit mehr als die Hälfte der Jahresprämien auf Nettolösungen entfallen, welche die Überschussbeteiligung bereits beinhalten und somit zu tieferen Prämien führen. Das Volumen der Einmalprämien ging aufgrund weniger Übernahmen von Invaliditätsrenten und tieferer Einkäufe von Altersrenten im Vergleich zur Vorjahresperiode stark zurück.

Die Mobiliar legt ihren strategischen Fokus in der privaten Vorsorge nach wie vor auf das Geschäft mit wiederkehrenden Prämien, die Entwicklung neuer und innovativer Vorsorgeprodukte und die Festigung ihrer führenden Stellung im Risiko-Lebengeschäft. In der beruflichen Vorsorge will die Mobiliar ihre starke Position im Risiko-Rückversicherungsbereich sichern.

In den ersten sechs Monaten fielen die Leistungen für Todesfälle in der privaten und in der beruflichen Vorsorge tiefer aus. Hingegen stiegen die Aufwendungen für Invalidität sowohl im Segment Privatpersonen als auch Kollektivpersonen an. Sowohl die private wie auch die berufliche Vorsorge trugen zu einem um 31.2 Mio. Franken besseren technischen Ergebnis bei. Der Kostensatz erhöhte sich von 14.3% auf 16.9%.

Anlageergebnis – Geschehen an den Finanzmärkten geprägt von politischen Unsicherheiten

Befürchtungen vor einem Handelskonflikt und höhere Inflationsdaten sorgten für Unruhen an den Aktienbörsen und führten zu einer leicht negativen Performance bei Sachwerten. Auch Nominalwerte warfen als Folge steigender Zinsen kaum noch Rendite ab. Zudem sank der Wert des Goldes im Vergleich zum Vorjahr. In diesem angespannten Umfeld fiel das finanzielle Ergebnis der Mobiliar im ersten Semester 2018 positiv aus und leistete einen Beitrag von 200.6 Mio. Franken (Vorjahr 217.3 Mio. Franken) zum Halbjahresergebnis. Dazu trugen hauptsächlich laufende Erträge aus Immobilien und Nominalwerten sowie Dividendenzahlungen aus Aktien und auch Veräusserungsgewinne (insbesondere aus Aktien und Aktienfonds) bei. Das Anlagevermögen stieg um 2.3% auf CHF 18.680 Mia. Die Anlagerendite auf durchschnittlich investierten Kapitalanlagen zu Buchwerten betrug 1.2%. Die Performance1 betrug -0.26% (Vorjahr 1.7%).

Die Mobiliar leistet hohe Investitionen in neue Technologien

Seit mehr als zehn Jahren wächst die Mobiliar stärker als der durchschnittliche Markt. Um das künftige Übermarktwachstum zu sichern und mit der Digitalisierung schneller vorwärts zu kommen, tätigt die Mobiliar über die nächsten fünf Jahre einen zusätzlichen Investitionsschub in Höhe von 250 Mio. Franken. Dadurch kann die Entwicklung neuer wettbewerbsfähiger Produkte und Services sowie die Ablösung veralteter Systeme beschleunigt werden. Für den damit verbundenen Aufbau von rund 150 zusätzlichen Vollzeitstellen bis Ende 2019 bietet die Mobiliar insbesondere Softwareentwicklern, Datenspezialisten und Business-Analysten in der ganzen Schweiz eine neue und spannende berufliche Herausforderung.

Die Gruppe Mobiliar

Jeder dritte Haushalt in der Schweiz ist bei der Mobiliar versichert. Der Allbranchenversicherer weist per 31. Dezember 2017 ein Prämienvolumen von 3.775 Mia. Franken auf. 79 Unternehmer-Generalagenturen mit eigenem Schadendienst garantieren an rund 160 Standorten Nähe zu den inzwischen mehr als 2 Mio. Kundinnen und Kunden. Die Schweizerische Mobiliar Versicherungs­gesellschaft AG ist in Bern, die Schweizerische Mobiliar Lebensversicherungs-Gesellschaft AG in Nyon domiziliert. Zur Gruppe gehören ferner die Schweizerische Mobiliar Asset Management AG, die Schweizerische Mobiliar Services AG, die Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG, die Protekta Risiko-Beratungs-AG, die Mobi24 Call-Service-Center AG und die XpertCenter AG, alle mit Sitz in Bern sowie Trianon AG mit Sitz in Renens, SC, SwissCaution SA mit Sitz in Bussigny und bexio AG mit Sitz in Rapperswil.

Die Mobiliar beschäftigt in den Heimmärkten Schweiz und Fürstentum Liechtenstein über 5000 Mitarbeitende und bietet 342 Ausbildungsplätze an. Sie ist die älteste private Versicherungsgesellschaft des Landes und seit ihrer Gründung 1826 genossenschaftlich verankert.