Die Mobiliar mit ungebremstem Wachstum im ersten Semester 2017

Freitag, 15. September 2017

Mit einem Anstieg des Prämienvolumens von 5.0% konnte die genossenschaftlich verankerte Gruppe Mobiliar ihre Position im Markt im ersten Halbjahr 2017 weiter ausbauen. Das Nicht-Lebengeschäft übertraf das durchschnittliche Marktwachstum einmal mehr sehr deutlich. Eine Steigerung der Prämieneinnahmen resultierte auch im Lebengeschäft. Das Geschehen an den Finanzmärkten hatte einen positiven Einfluss auf das Anlageergebnis.

Die Gruppe Mobiliar weist für das erste Halbjahr einen konsolidierten Gewinn von 258.3 Mio. Franken (Vorjahr 228.9 Mio. Franken) aus. Das Ergebnis nach Steuern im Nicht-Lebengeschäft beträgt 233.6 Mio. Franken (Vorjahr 216.7 Mio. Franken) und dasjenige im Lebengeschäft 24.7 Mio. Franken (Vorjahr 12.3 Mio. Franken). Aus dem Finanzgeschäft resultierte ein Beitrag von 217.3 Mio. Franken (Vorjahr 173.0 Mio. Franken) zum Halbjahresergebnis. Die Anlagerendite beträgt 1.3% (Vorjahr 1.1%).

Per Ende Juni 2017 beläuft sich das Prämienvolumen der Gruppe Mobiliar auf 2.611 Mia. Franken. Davon stammen 2.067 Mia. Franken aus dem Nicht-Lebengeschäft und 543,9 Mio. Franken aus dem Lebengeschäft.

Das konsolidierte Eigenkapital erhöhte sich im Vergleich zu Ende 2016 um 188.4 Mio. Franken auf 4.526 Mia. Franken. Der Nettozuwachs ergibt sich primär aufgrund des Semesterergebnisses und dem Abgang der Gewinnverwendung von 190.0 Mio. Franken (Zuweisung an den Überschussfonds der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG für die zukünftige Ausrichtung der freiwilligen Prämienvergünstigungen an die Versicherten).

Die Mobiliar beteiligt Kundinnen und Kunden erneut am Erfolg

«Ich freue mich, dass wir im ersten Semester 2017 erneut ein hervorragendes Ergebnis erzielen und unsere Position im Markt weiter stärken konnten», sagt CEO Markus Hongler. «Den wirtschaftlichen Erfolg teilen wir einmal mehr mit unseren Versicherten. Seit Mitte 2017 vergünstigen wir für die Dauer eines Jahres die Prämien der Haushalt- und Gebäudeversicherungen. Auf diese Weise fliessen rund 155 Mio. Franken an unsere Kundinnen und Kunden zurück.»

Nicht-Lebengeschäft – markante Steigerung des Prämienvolumens

Die Mobiliar ist im Nicht-Lebengeschäft weiterhin sehr erfolgreich unterwegs und konnte mit einem breit abgestützten Wachstum von 6.3% (Vorjahr 3.4%) ihre gute Position im Markt weiter ausbauen. Auf vergleichbarer Basis ergab sich eine Wachstumssteigerung von 4.2%, i.e. zwei Drittel des Anstiegs resultierten aus dem bisherigen Geschäft und ein Drittel aus dem Mietkautionsgeschäft der im Herbst 2016 übernommenen SC, SwissCaution SA. Das durchschnittliche Marktwachstum – 1.2% gemäss SVV – konnte die Mobiliar einmal mehr deutlich übertreffen. Erneut leistete das starke Neugeschäft, welches im Vorjahresvergleich nochmals deutlich höher ausfiel, den Hauptanteil zum weiteren Ausbau des Prämienvolumens.

Alle strategischen Geschäftsfelder trugen zum Prämienanstieg bei. Im Segment Privatpersonen verzeichneten insbesondere die Rechtsschutzversicherungen und das Mietkautionsgeschäft hohe Wachstumsraten. Im Geschäft mit Unternehmenskunden entfiel der grösste Wachstumsanteil auf die Personenversicherungen. Ein erfreulicher Prämienzuwachs wurde zudem mit den Betriebsversicherungen für KMU erzielt.

Der Kostensatz verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr von 25.0% auf 24.8%. Die Combined Ratio blieb mit 89.7% konstant. Das technische Ergebnis fiel aufgrund der Ausweitung des Geschäftsvolumens im Vorjahresvergleich höher aus.

Lebengeschäft – anhaltendes Wachstum der Jahresprämien in der privaten Vorsorge

Das gesamte Prämienvolumen im Lebengeschäft fiel mit einem Anstieg um 0.4% deutlich höher aus als der vergleichbare Marktdurchschnitt von –0.6% (ohne Kollektiv-Einmaleinlagen). In der privaten Vorsorge erzielte die Mobiliar mit periodischen Prämien mit einer Steigerung von 4.9% wiederum ein deutlich über dem Markt (–0.1%) liegendes Wachstum. Eine erfreuliche Entwicklung verzeichnete auch der Absatz an fondsgebundenen Lebensversicherungen ohne Garantie. Der Verkauf von Sparversicherungen mit transparenter Erfolgsbeteiligung wurde aufgrund der anhaltend tiefen Zinssätze limitiert. Die daraus rückläufigen Absatzzahlen wirkten sich auch auf das Neugeschäft von Risikoversicherungen aus, die vielfach in Kombination mit einer Sparversicherung abgeschlossen werden. Insgesamt konnte das Prämienvolumen der Risikoversicherungen jedoch knapp auf Vorjahresniveau gehalten werden. Das Volumen der Einmalprämien ging im aktuellen Zinsumfeld weiterhin stark zurück.

In der beruflichen Vorsorge stiegen die Einnahmen bei den Einmalprämien hauptsächlich wegen des Anstiegs bei der Übernahme von Portefeuilles von Invalidenrenten an. Das Volumen der periodischen Prämien in der beruflichen Vorsorge fiel im Vorjahresvergleich erneut tiefer aus. Die Kunden der Mobiliar, die aufgrund ihrer Verträge der Mindestquote unterstellt sind, erhielten per Ende Juni 2017 eine Ausschüttung von rund 12 Mio. Franken aus dem Überschussfonds.

In der privaten Vorsorge legt die Mobiliar den strategischen Fokus weiterhin auf das Geschäft mit wiederkehrenden Prämien, die Entwicklung neuer und innovativer Angebote im Sparversicherungsbereich und den Ausbau ihrer Leaderposition im Risiko-Lebengeschäft. In der beruflichen Vorsorge will die Mobiliar ihre führende Stellung im Markt der Risiko-Rückversicherungen von Vorsorgeeinrichtungen halten.

Während die Aufwendungen für Todesfälle im Segment Privatpersonen im Vergleich zur Vorjahresperiode zunahmen, fielen diejenigen für Invalidität tiefer aus. In der beruflichen Vorsorge ging die Gesamtbelastung für Invalidität im Vergleich zum Vorjahr merklich zurück. Die Belastung für Todesfälle stieg hingehen vor allem aufgrund der getätigten Rückstellungen mit einem tieferen technischen Zinssatz deutlich an. Der Kostensatz ging von 14.6% auf 14.3% zurück.

Anlageergebnis – globale Konjunkturerholung beflügelt Aktienmärkte

Im Zuge der positiven Entwicklung an den Finanzmärkten stieg das Anlagevermögen im ersten Semester 2017 um 5% auf 18.152 Mia. Franken an. Die Performance1 belief sich auf 1.7% (Vorjahr 2.6%). Während Obligationen in der Vorjahresperiode einen sehr grossen Performancebeitrag leisteten, fiel dieser im ersten Halbjahr 2017 aufgrund der teilweise angestiegenen Zinsen negativ aus. Zudem lag die Performance von Gold deutlich unter Vorjahr. Die Anlagerendite auf durchschnittlich investierten Kapitalanlagen zu Buchwerten betrug 1.3% (Vorjahr 1.1%). Der Anstieg ist auf Realisierungsgewinne zurückzuführen, welche tiefere Zinserträge und höhere währungsbedingte Abschreibungen überkompensierten. Das Finanzgeschäft leistete einen Beitrag von insgesamt 217.3 Mio. Franken (Vorjahr 173.0 Mio. Franken) zum Halbjahresergebnis. Der Anstieg resultierte hauptsächlich aus höheren Veräusserungsgewinnen aus Aktien und Aktienfonds.

Die Gruppe Mobiliar

Jeder dritte Haushalt in der Schweiz ist bei der Mobiliar versichert. Der Allbranchenversicherer weist per 31. Dezember 2016 ein Prämienvolumen von 3.630 Mia. Franken auf. 79 Unternehmer-Generalagenturen mit eigenem Schadendienst garantieren an rund 160 Standorten Nähe zu den 1.7 Millionen Kunden. Die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG ist in Bern, die Schweizerische Mobiliar Lebensversicherungs-Gesellschaft AG in Nyon domiziliert. Zur Gruppe gehören ferner die Schweizerische Mobiliar Asset Management AG, die Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG, die Protekta Risiko-Beratungs-AG, die Mobi24 Call-Service-Center AG und die XpertCenter AG, alle mit Sitz in Bern sowie Trianon AG mit Sitz in Renens und SC, SwissCaution SA mit Sitz in Bussigny.

Die Mobiliar beschäftigt in den Heimmärkten Schweiz und Fürstentum Liechtenstein mehr als 4900 Mitarbeitende und bietet 327 Ausbildungsplätze an. Sie ist die älteste private Versicherungsgesellschaft des Landes und seit ihrer Gründung 1826 genossenschaftlich verankert.