die Mobiliar

Die Mobiliar ist weiterhin auf Wachstumskurs

Die Gruppe Mobiliar setzt den Wachstumskurs fort und erhöht das Gesamtprämienvolumen im ersten Halbjahr 2021 um 4.5%. Sowohl die Prämieneinnahmen aus dem Nicht-Leben- als auch aus dem Lebengeschäft tragen zum erfreulichen Wachstum bei. Aufgrund der Unwetter im Juni und Juli werden Schadenaufwendungen von insgesamt rund 340 Mio. Franken erwartet.

  • Die Mobiliar erhöhte das Prämienvolumen im ersten Halbjahr 2021 um 4.5% auf 2.985 Mia. Franken.
  • Im Nicht-Lebengeschäft stiegen die Prämieneinnahmen um 4.9%. Alle strategischen Geschäftsfelder trugen zum Prämienwachstum bei.
  • Im Lebengeschäft konnte die Mobiliar ein Wachstum von 2.5% verzeichnen. Stärkster Wachstumstreiber war das Geschäft mit wiederkehrenden Prämien in der privaten Vorsorge, welches ein Wachstum von 8.1% aufwies.
  • Neue Höchststände an den Aktienmärkten verhalfen zu einem sehr positiven finanziellen Ergebnis, welches sich im Vergleich zum Vorjahr von 95.9 Mio. Franken auf 336.8 Mio. Franken erhöhte.
  • Der konsolidierte Gewinn nach Steuern beläuft sich auf 240.3 Mio. Franken (Vorjahr 198.6 Mio. Franken).
  • Das konsolidierte Eigenkapital erhöhte sich im Vergleich zu Ende 2020 um 119.8 Mio. Franken auf 5.743 Mia. Franken.
  • Im Sommer zogen heftige Unwetter über die Schweiz. Für das erste Halbjahr rechnet die Mobiliar mit Schadenaufwendungen von 250 Mio. Franken. Insgesamt werden aufgrund der Unwetter im Juni und Juli Schadenaufwendungen von rund 340 Mio. Franken erwartet.
  • Die Mobiliar bleibt ihren genossenschaftlichen Grundwerten treu und beteiligt ihre Kundinnen und Kunden mit einem Gesamtbetrag von 220 Mio. Franken am wirtschaftlichen Erfolg.

Die Gruppe Mobiliar weist für das erste Halbjahr einen konsolidierten Gewinn von 240.3 Mio. Franken aus (Vorjahr 198.6 Mio. Franken). Das Ergebnis nach Steuern im Nicht-Lebengeschäft beläuft sich auf 227.8 Mio. Franken (Vorjahr 193.4 Mio. Franken). Im Lebengeschäft resultiert ein Gewinn von 20.5 Mio. Franken (Vorjahr 11.4 Mio. Franken). Das Segment andere Dienstleistungen, in welchem die versicherungsfremden Geschäfte ausgewiesen werden, belastet das Ergebnis mit -8.0 Mio. Franken. Das Finanzgeschäft leistete einen ausserordentlich hohen Beitrag von insgesamt 336.8 Mio. Franken (Vorjahr 95.9 Mio. Franken). Die Anlagerendite beträgt 1.8% (Vorjahr 0.5%).

Das konsolidierte Eigenkapital erhöhte sich im Vergleich zu Ende 2020 von 5.623 Mia. Franken auf 5.743 Mia. Franken. Während sich das Semesterergebnis und die Zunahme der Neubewertungsreserven positiv auf das Eigenkapital auswirkten, führte die Gewinnverwendung – insbesondere die Zuweisung von 200 Mio. Franken an den Überschussfonds der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG – zu einer Minderung.

Im ersten Halbjahr 2021 steigerte die Gruppe Mobiliar das Prämienvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 4.5% auf 2.985 Mia. Franken (Vorjahr 2.858 Mia. Franken).

Nicht-Lebengeschäft

Im Nicht-Lebengeschäft konnte die Mobiliar den Wachstumskurs erfolgreich fortsetzen und mit einem Anstieg von 4.9% das Wachstum der Vorjahresperiode sogar übertreffen. Das Prämienvolumen erhöhte sich von 2.357 Mia. Franken auf 2.472 Mia. Franken. Alle strategischen Geschäftsfelder trugen zum erfreulichen Prämienwachstum bei. Das Segment Privatpersonen legte deutlich stärker zu als im Vorjahresvergleich. Insbesondere die Mobilitätsversicherungen, die seit einiger Zeit einen eher rückläufigen Trend zeigen, verzeichneten ein bemerkenswertes Wachstum im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Haushaltversicherungen legten im Vorjahresvergleich stärker zu. Die Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG, seit 2020 die Nummer 1 im Rechtsschutzmarkt, verzeichnete ebenfalls wiederum ein höheres Wachstum als im Vorjahr. Die Mietkautionsversicherungen legten im Vergleich zum Vorjahr leicht zu, aufgrund eines Sonderrabatts zum 30-Jahr-Jubiläum fiel das Wachstum jedoch tiefer aus als in der Vorjahresperiode. Im Geschäft mit Unternehmenskunden leisteten die Personenversicherungen wie in den Vorjahren den grössten Wachstumsbeitrag. Während die Betriebsversicherungen für KMU ebenfalls ein erfreuliches und über dem Vorjahr liegendes Wachstum verzeichneten, fiel der Prämienanstieg im Geschäftsfeld der mittleren und grösseren Unternehmen im Vorjahresvergleich weniger hoch aus.

Ende Juni zogen heftige Gewitter über Teile der Schweiz und führten zu Hochwasser- und Hagelschäden in der Höhe von geschätzten 250 Mio. Franken. Diese Unwetter verursachten ein überdurchschnittliches Verhältnis von Schadenaufwand zu Prämieneinnahmen (Schadenbelastung) von 69.5%. Im von der Covid-19-Pandemie geprägten Vorjahr fiel die Schadenbelastung von 59.2% nur deshalb tiefer aus, weil die in früheren schadengünstigeren Jahren gebildete Katastrophenrückstellung von 200 Mio. Franken aufgelöst worden war. Das technische Ergebnis belief sich auf 43.2 Mio. Franken und die Combined Ratio erhöhte sich von 88.1% auf 97.3%.

Lebengeschäft

Das Prämienvolumen im Lebengeschäft erhöhte sich insgesamt um 2.5% von 500.7 Mio. Franken auf 513.1 Mio. Franken. 

In der privaten Vorsorge stiegen die Prämieneinnahmen im Geschäft mit periodisch wiederkehrenden Prämien um 8.1%. Das Volumen der Einmalprämien erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr stark. Diese Entwicklung ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass die Mobiliar das Kapitalisationsgeschäft mit Einmalprämien von Mitte 2019 bis Ende Juni 2020 aus dem Verkauf genommen hatte.

In der beruflichen Vorsorge erhöhte sich das Volumen im Geschäft mit Jahresprämien leicht. Das Geschäft der Einmalprämien fiel im Vorjahresvergleich hingegen deutlich tiefer aus. Diese Abnahme erfolgte aufgrund von weniger Übernahmen von Altersguthaben zur Finanzierung von Alters- und Hinterlassenenrenten bei neuen Leistungsfällen. Die Kundinnen und Kunden der Mobiliar, die aufgrund ihrer Verträge einer Mindestquote unterstellt sind, erhielten per Ende Juni 2021 wie im Vorjahr eine Ausschüttung von rund 3 Mio. Franken aus dem Überschussfonds.

Sehr gutes Anlageergebnis – neue Höchststände an den Aktienmärkten

Die Finanzmärkte erreichten aufgrund der positiven Entwicklung bei der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie neue Höchststände. Damit verbunden resultierte ein sehr gutes Finanzergebnis von 336.8 Mio. Franken (Vorjahr 95.9 Mio. Franken). Das höhere Ergebnis kam grösstenteils aus Realisierungsgewinnen bei Aktien und Fondsanteilen im Rahmen von Umschichtungen und Rebalancing-Massnahmen zustande. 

Das Anlagevermögen erhöhte sich gegenüber dem 31. Dezember 2020 um 4.8% auf 19.687 Mia. Franken. Die Anlagerendite auf durchschnittlich investierten Kapitalanlagen zu Buchwerten belief sich auf 1.8% (Vorjahr 0.5%). Die Performance, grösstenteils getrieben durch Aktien, Immobilien und Alternativen Anlagen, betrug 2.1% (Vorjahr -0.1%).

Rekordhohe Schadenaufwendungen aufgrund der Unwetter im Sommer

Durch die Unwetter im Juni verbuchte die Mobiliar im ersten Halbjahr Schadenaufwendungen von rund 250 Mio. Franken. Allein 110 Mio. Franken entfielen auf Hagelschäden vom 28. Juni. Danach ereigneten sich jedoch weitere Gewitter über Teilen der Schweiz. Insgesamt rechnet die Mobiliar mit Schadenaufwendungen von rund 340 Mio. Franken infolge der Unwetter im Juni und Juli. Am stärksten betroffen war die Mobilitätsversicherung aufgrund der Hagelschäden an Fahrzeugen. 

Die Mobiliar beteiligt ihre Kundinnen und Kunden weiterhin am Erfolg

Zwischen Juli 2021 und Juni 2022 profitieren alle Kundinnen und Kunden mit einer Haushalt- oder Gebäudeversicherung von einer Prämienreduktion von 20%. Um den genossenschaftlichen Gedanken in dieser speziellen Zeit besonders zu unterstreichen, setzt die Mobiliar die Prämienvergünstigung für Kunden mit einer Betriebsversicherung nahtlos fort. Diese profitieren bereits zum zweiten Mal in Folge von einer Prämienreduktion von 10%. Insgesamt fliessen auf diese Weise rund 220 Mio. Franken an die Versicherten zurück. 

Michèle Rodoni, CEO, zum Halbjahresergebnis 2021: «Wir haben im ersten Halbjahr 2021 sehr gut gearbeitet. Ich freue mich, dass wir den Wachstumskurs der Mobiliar fortsetzen konnten. Angesichts der schwierigen Situation um Covid-19 sowie der Unwetter im Sommer setzen wir als starke Partnerin weiterhin höchste Priorität auf die Unterstützung und die persönliche Beratung unserer Kundinnen und Kunden. So haben unsere Mitarbeitenden anlässlich der Unwetter neben ihrer fachlichen Kompetenz auch die Fähigkeit bewiesen, unsere Versicherten in schwierigen Situationen persönlich zu unterstützen.»

Neue Rechnungslegung nach Swiss GAAP FER 40

Die Berichterstattung der Mobiliar erfolgt nach dem Rechnungslegungsstandard Swiss GAAP FER. Erstmals zur Anwendung gelangt Swiss GAAP FER 40. Zur Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreswerte an die neuen Rechnungslegungsvorschriften angepasst.

Die Gruppe Mobiliar

Jeder dritte Haushalt und jedes dritte Unternehmen in der Schweiz sind bei der Mobiliar versichert. Der Allbranchenversicherer weist per 31. Dezember 2020 ein Prämienvolumen von rund 4.1 Mia. Franken auf. 80 Unternehmer-Generalagenturen mit eigenem Schadendienst garantieren an rund 160 Standorten Nähe zu den rund 2.2 Millionen Kundinnen und Kunden. Zu der unter dem Dach der Schweizerischen Mobiliar Holding AG zusammengefassten Versicherungsgruppe gehören die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG mit Sitz in Bern, die Schweizerische Mobiliar Lebensversicherungs-Gesellschaft AG mit Sitz in Nyon, die Schweizerische Mobiliar Asset Management AG, die Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG, die Schweizerische Mobiliar Services AG, alle mit Sitz in Bern sowie Trianon AG mit Sitz in Renens, SC, SwissCaution SA mit Sitz in Nyon und bexio AG mit Sitz in Rapperswil-Jona. Zur Gruppe gehören ferner die Schweizerische Mobiliar Risk Engineering AG, Mobi24 AG, die XpertCenter AG, Flatfox AG, Buildigo AG und Lightbird Ventures AG, alle mit Sitz in Bern sowie Companjon Group mit Sitz in Dublin/Irland.

Die Mobiliar beschäftigt in den Heimmärkten Schweiz und Fürstentum Liechtenstein rund 5900 Mitarbeitende und bietet 338 Ausbildungsplätze an. Die Mobiliar, 1826 als Genossenschaft gegründet, ist die älteste private Versicherungsgesellschaft der Schweiz. Der Verwaltungsrat der Schweizerischen Mobiliar Genossenschaft stellt bis heute sicher, dass die genossenschaftliche Ausrichtung der Gruppe gewahrt bleibt.