Claudia Comte gewinnt den Prix Mobilière 2012

Dienstag, 12. Juni 2012

Am Eidgenössischen Wettbewerb für Kunst vergibt die Mobiliar jährlich den Prix Mobilière an eine Künstlerin oder einen Künstler und unterstützt sie nach Möglichkeit durch einen Ankauf oder die Präsentation des Werkes im Rahmen der Sammlungsausstellung und der Berner Museumsnacht. Neu ist der Preis mit 15'00 Franken dotiert. Ziel ist die Förderung Schweizer Kunstschaffender. Der Preis wird seit 1996 verliehen und ist traditionsgemäss in der Westschweiz verankert. Die Wahl der Jury fiel in diesem Jahr auf: Claudia Comte, 1983, Lausanne und Berlin

 

Jurybericht

Claudia Comte arbeitet in verschiedenen Medien: von Malerei, über Druckgrafik, zur Fotografie und Installation. Seit zwei Jahren gestaltet sie vorwiegend Holzskulpturen, bei welchen sie unterschiedliche Holzarten zu modernistisch anmutenden Objekten kombiniert. Mit einer Kettensäge ausgerüstet, bearbeitet sie das Holz zu organisch abstrakten Formen, deren Oberflächen sie später glattschleift. Bei der an den diesjährigen Swiss Art Awards präsentierten Arbeit „No Lemon No Melon“ vereinen die Installationen mit eingesägten Holzpanelen Skulptur, Sockel, Bild und Architektur in einem Objekt, und schaffen durch die spezifische Anordnung eigene neue Bühnen. Der Titel, ein Palindrom, unterstreicht den Rückbezug auf die kunsthistorisch avantgardistische Tradition eines Hans Arp oder Constantin Brancusi, blickt aber gleichzeitig vorwärts auf Comtes modernen neuen Umgang mit archaischen Naturformen und Referenzen aus der Volkskultur. Claudia Comtes innovativer Zugang zum traditionellen Medium der Holzskulptur sensibilisiert unseren Blick für Materialität, Oberfläche und räumliche Wahrnehmung und bewegt sich geschickt zwischen Abstraktion und Figuration.

Die Jury 2012

Félicity Lunn, Direktorin PasquArt Biel, Athene Galiciadis, Gewinnerin Prix Mobilière 2011,
Liselotte Wirth, Leiterin Kunstsammlung der Mobiliar

Swiss Art Awards

Die Ausstellung «Swiss Art Awards» zeigt die Arbeiten des Eidgenössischen Wettbewerbs für
Kunst. Sie findet jeweils parallel zur ART in Basel statt und ermöglicht der Fachwelt einen
ausgewählten Überblick über das Schweizer Kunstschaffen.