Cargo sous terrain macht einen entscheidenden Schritt vorwärts

Freitag, 28. September 2018

Mit dem heutigen Bescheid des Schweizer Bundesrates rückt die Realisierung des digitalisierten Güterverkehrs-Systems Cargo sous terrain (CST) näher. Die vom Bundesrat angekündigte Vernehmlassung ist der erste Schritt hin zu einem CST-Bundesgesetz. Parallel mit dem Vernehmlassungsprozess arbeitet CST an der Weiterentwicklung des Projektes. Mit einem vom Verwaltungsrat beschlossenen Investitionsplan wird das Schweizer Aktionariat weiter gestärkt und die Finanzierung abgesichert.

Die Cargo sous terrain (CST) AG ist erfreut, dass die Schweizer Regierung die Vernehmlassung zum CST-Gesetz starten wird. Das CST-Gesetz ist eine Voraussetzung für die Realisierung des neuen Gesamtlogistiksystems mit Baubeginn im Jahr 2025. Es wird den Rahmen für den Bau der unterirdischen CST-Tunnels und der oberirdischen Zugangsstellen (Hubs) setzen und die Zusammenarbeit mit den beteiligten Kantonen und Gemeinden definieren. Es bringt gleichzeitig den ausschliesslich marktbasierten Investoren Planungs- und Rechtssicherheit. Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes – CST rechnet mit einem Parlamentsbeschluss im Jahr 2020 – beginnt die Baubewilligungsphase für das erste Teilstück zwischen Härkingen-Niederbipp und Zürich, welches 2030 eröffnet wird.

Im November 2016 hatte die Landesregierung eine Reihe von Voraussetzungen genannt, um das Vorhaben auf dem Gesetzgebungsweg zu unterstützen. Dazu gehörten die Unterstützung durch die beteiligten Kantone und der Nachweis der Finanzierung der Baubewilligungsphase mit CHF 100 Mio. Die breite Zusammensetzung des Aktionariats zeigt die Unterstützung der Branche, welche das Projekt mitfinanziert und inhaltlich vorantreibt. Wie bis anhin ist CST im engen Austausch mit den Kantonen entlang der ersten Teilstrecke, um Fragen zum Projekt rechtzeitig vor der geplanten Realisierung des Gesamtlogistiksystems zu klären. Diese betreffen beispielsweise die Anbindung der Hubs an das bestehende Verkehrsnetz und die Koordination mit der kantonalen Raumplanung. Dieser Austausch erfolgt im Rahmen einer Arbeitsgruppe mit der Bau-, Planungs- und Umweltdirektorenkonferenz (BPUK) und den entsprechenden Fachstellen von Aargau, Bern, Solothurn und Zürich.

Schweizer Mehrheit im CST-Aktionariat

Die Investitionspläne von CST sehen nach der Auslösung aller Kapitalzusagen für die Baubewilligungsphase einen Anteil von 55 % Schweizer Investoren im Konsortium vor. Grösste Schweizer Aktionärin ist die Mobiliar. Die weiteren Hauptinvestoren aus der Schweiz sind Coop, der Migros-Genossenschafts-Bund, Die Schweizerische Post, Swisscom, die Zürcher Kantonalbank, Credit Suisse, Antrimon Group/Gotthard 3 Mechatronic Solutions und Helvetia Versicherungen. Zu dem breit aufgestellten Aktionariat gehören internationale Investoren wie der europäische Infrastrukturentwickler Meridiam und Dagong aus China, die reiche Erfahrung und spezifisches Know-how in das Zukunftsprojekt einbringen. Die Minderheitsbeteiligung von Dagong hat zum Ziel, die für China sehr interessante Schweizer Technologie dorthin zu exportieren. Der Charakter von CST als schweizerisches Unternehmen bleibt somit auch in der Baubewilligungsphase ab 2020 bestehen. Die Gesamtkosten für den Bau der ersten Teilstrecke von Härkingen-Niederbipp nach Zürich, inklusive Software, Hubs sowie unter- und oberirdische Fahrzeuge (für die City-Logistik) sind auf CHF 3 Mia. veranschlagt.

Die städtische Feinverteilung (City-Logistik) und die IT-Plattform sind zusammen mit dem Tunnelsystem die zentralen Treiber bei der Etablierung von CST im Markt. Die CST AG setzt auf eine beschleunigte Realisierung dieser entscheidenden Komponenten, weil sie ein interessantes wirtschaftliches Potenzial bieten und die erfolgreiche Umsetzung nach Inkrafttreten des CST-Gesetzes sichern. Mit der etappenweisen Eröffnung ab 2030 wird das Gesamtlogistiksystem CST im Vollausbau mit einem Netz von 500 Kilometern Tunnel, 80 Zugangsstellen für Güter (Hubs) und der City-Logistik bis 2045 rund 10 Millionen Menschen in der Schweiz versorgen. „Wir sind ausserordentlich erfreut, dass die Landesregierung entschieden hat, die Vernehmlassung für ein CST-Gesetz zu eröffnen. Umso motivierter verfolgen wir unser Vorhaben weiter, der Schweiz und ihren städtischen Zentren ein effizientes und umweltfreundliches Gesamtlogistiksystem für das digitale Zeitalter zur Verfügung zu stellen“, sagt Peter Sutterlüti, Verwaltungsratspräsident von CST.